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Die Pandemie und ihre psychischen Belastungen

Osteopathie während der Pandemie kann psychische Belastung lindern! 
17.06.21
 Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperre, Mindestabstand… Dass all das nicht spurlos an der Verfassung der Menschen vorbeigeht, ist wenig verwunderlich – doch manche stecken diese Erlebnisse leichter weg und manche haben noch länger daran zu kauen. Einige sind durch die Maßnahmen, die zur Pandemieeindämmung getroffen wurden, erst in eine Krise geraten. Die Osteopathie kann für Menschen, die ihre Balance in Zeiten der Pandemie verloren haben, ein wichtiger Beitrag sein, diese wieder herzustellen. Eine Umfrage zeigte, dass die Corona-Pandemie an fast jedem ihre Spuren hinterlassen hat. Jeden 5. Deutschen haben Lockdown und Angst vor Corona stark bis sehr stark belastet, ergab die Weleda Trendforschung 2020. „Eines der repräsentativen Ergebnisse: Die Deutschen waren stärker psychisch und physisch belastet, konnten den letzten Monaten aber auch Positives abgewinnen. Stressreaktionen sowie Ängste und Einsamkeit (+ 20 % im Vergleich zu 2019 (2)) zeigten sich verstärkt“, ist dort zu lesen. Maßnahmen, die dabei halfen, die Pandemie einzudämmen, schlugen vielen Deutschen aufs Gemüt. Die Psyche erfuhr starke Belastungen und reagierte bei zahlreichen Personen mit Überlastungssymptomen wie Konzentrationsschwierigkeiten oder Unruhe. Auch körperliche Beschwerden wie Herzrasen oder Zittern traten auf. 
Die Osteopathie kann dazu beitragen, Körper, Geist und Seele wieder zur Balance zu verhelfen. Wie äußert sich eine Belastung der Psyche während der Corona-Pandemie? Bei der repräsentativen Weleda Umfrage wurden im Zeitraum vom 8. bis zum 15. Juni 2020 1.050 Bundesbürger ab einem Alter von 18 Jahren befragt. Zum damaligen Zeitpunkt gaben 19 % an, stark oder sehr stark unter den Herausforderungen der neuen Situation zu leiden. 92 % waren mindestens etwas psychisch belastet. Die Folge waren Stresssymptome, wie z.B. Unruhe, Angst, Gereiztheit oder Konzentrationsschwierigkeiten. Zudem kamen körperliche Beschwerden wie Magenschmerzen (30 %) und erhöhter Puls bzw. Herzrasen sowie Zittern (25 %) hinzu. 
 Auch ohne unmittelbare Auswirkungen zu spüren, kann davon ausgegangen werden, dass die Corona-Pandemie an nahezu niemandem spurlos vorbeigeht. Unbekannte Situationen sind mit Stressreaktionen verbunden, die dem Körper schaden können. 
Wie kann die Osteopathie der Psyche bei Belastungen helfen? Die Osteopathie ist ein ganzheitlicher Therapieansatz. Das bedeutet, dass Osteopathen den Körper in seiner Gesamtheit betrachten und die psychische Verfassung des Patienten stets berücksichtigt wird. Der Osteopath kann Stress sogar ertasten, da dieser dem Fasziengewebe schadet und dort fühlbare Spuren hinterlässt. Faszien sind ein netzartiges, elastisches Gewebe, das Organe, Knochen und Muskeln umhüllt. Auch wenn nicht zwingend Schmerzen verursacht werden, kann es zu stressbedingten Veränderungen wie Blockaden und Dysfunktionen kommen. Diese ertastet und behandelt der Osteopath mit seinen Händen. So kann er beispielsweise Verhärtungen lösen und Fehlstellungen korrigieren. Wird der Körper erneut von Verhärtungen befreit, fällt es dem Patienten auch wieder leichter, sich in seiner Haut wohlzufühlen. Zudem wirkt eine osteopathische Behandlung positiv auf das vegetative Nervensystem. 
Psychische Belastungen sind Stress für den Körper. Alles wird für Flucht oder Kampf aktiviert: Die Spannung in den Muskeln erhöht sich, der Atem rast, das Herz schlägt schneller, die Verdauung wird deutlich zurückgefahren. In der Steinzeit war das intelligente Programm unseres Körpers überlebenswichtig. Läuft dieses Stressprogramm im Körper über längere Zeit, ist es oft schwierig wieder aufzuhören bzw. das System herunterzufahren. Hier kann die Osteopathie helfen: Durch die sanfte manuelle Behandlung wird der Parasympathikus aktiviert. Dieser sorgt für Ruhe und Erholung im Körper. Einige Menschen schlafen sogar bei einer osteopathischen Behandlung ein. Wenn der Körper wieder im Erholungsmodus ist, fällt es auch geistig leichter, endlich wieder zu entspannen – da ein entspannter Muskel dem Geist signalisiert: „Relax, Fluchtmodus ist nun zu Ende.“ Die ruhigen und gezielten osteopathischen Griffe sind zudem nachweislich Balsam für die Seele, denn Körperkontakt ist bedeutsam für das psychische Wohlbefinden. 
Bei welchen psychischen Belastungen kann die Osteopathie heilsam sein? • Innere Unruhe • Nervosität • Angstzustände/Panikattacken • Verlustängste • Stress • Überlastung • Leichte depressive Verstimmungen • Dauerhafte negative Stimmungslage (Quelle: Weleda Trendforschung 2020)
 Um möglichst gute Behandlungserfolge zu erzielen, geht der Osteopath empathisch auf seinen Patienten ein und wägt weitere diagnostische oder therapeutische Maßnahmen ab. Denn schwere psychische Leiden, wie beispielsweise Depressionen, sollten nicht von einem Osteopathen allein behandelt werden. Die Osteopathie gilt allerdings häufig als eine gute Begleittherapie. 
Wie kann psychischer Belastung vorgebeugt werden? Der allgemeine Gesundheitszustand und somit auch das psychische Wohlbefinden kann durch einfache Maßnahmen gefördert werden, wodurch im weiteren Verlauf psychischer Belastung vorgebeugt werden kann. Prof. Dr. Stefan N. Willich von der Charité Berlin empfiehlt folgende Präventionsschritte zur allgemeinen Gesundheitsförderung: • Atemübungen • positives Lebensgefühl und Optimismus • unterstützendes Dasein für andere Menschen • zur Ruhe kommen • Bewegung • ausgewogene Ernährung • Schlaf • Wärme • Schleimhautschutz und -befeuchtung • Humor und Lachen Ihr Osteopath kann Ihnen speziell für Ihre Lebenssituation Tipps und Empfehlungen geben, wie Sie wieder zur Ruhe finden und Ihre Balance wieder herstellen können. Quelle:BVO